Besonderheiten beim Wohnungskauf

Eine Eigentumswohnung kaufst du nicht allein: Du wirst Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Damit übernimmst du Mitverantwortung für das Gemeinschaftseigentum — und zahlst jeden Monat Hausgeld.
Das Hausgeld: Pflichtkosten berechnen

Das Hausgeld beträgt je nach Ausstattung 2–5 € pro Quadratmeter und Monat. Bei 80 qm also 160–400 € monatlich. Diese Kosten kommen zu deiner Kreditrate dazu — rechne sie in deine Budgetplanung ein.
Worauf du vor dem Kauf achten musst
- Protokolle der letzten 3 Eigentümerversammlungen lesen
- Höhe der Instandhaltungsrücklage prüfen (mindestens 1 € / qm / Monat)
- Geplante Sanierungsmaßnahmen und Sonderumlagen klären
- Teilungserklärung lesen: Was gehört zum Sondereigentum?
- Mietrecht prüfen (bei vermieteter Wohnung)
- Grundbuch auf Lasten und Grundschulden prüfen
Finanzierung: Was ist anders?
Die Finanzierung läuft grundsätzlich gleich wie beim Haus. Unterschied: Banken bewerten Wohnungen oft etwas konservativer. Wichtig: Das Hausgeld wird von der Bank als laufende Belastung berücksichtigt — beim Einkommenscheck.
Nutze unseren Rechner für die Rate und prüfe deinen Finanzierungsrahmen. Mehr zu Eigenkapital und Anbietervergleich.
Häufige Fragen und praktische Tipps
Unsere Leser stellen uns regelmäßig folgende Fragen zu diesem Thema. Hier die wichtigsten Antworten kompakt:
Was ist besonders beim Wohnungskauf zu beachten?
Der Kauf einer Eigentumswohnung unterscheidet sich vom Hauskauf in einem wesentlichen Punkt: Du kaufst Miteigentum an einer Wohnanlage (Eigentümergemeinschaft, WEG). Das bringt Rechte und Pflichten mit sich, die beim Hauskauf nicht existieren.
Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG): Deine Mitverantwortung
| Aspekt | Was du prüfen musst |
|---|---|
| Hausgeld | Aktuelle Höhe + Entwicklung letzte 3 Jahre |
| Instandhaltungsrücklage | Mindest-Richtwert: 70–100 €/m²/Jahr angespart |
| Beschlusssammlung | Geplante Sonderumlagen, laufende Rechtsstreitigkeiten |
| Hausverwaltung | Qualität, laufende Verträge, Kosten |
| Energetischer Zustand | Energieausweis, geplante Sanierungen |
Finanzierungsbesonderheiten bei Eigentumswohnungen
Banken bewerten Eigentumswohnungen ähnlich wie Häuser — aber der Verkehrswert hängt auch vom Zustand der Gesamtanlage ab. Eine schlecht verwaltete WEG mit hoher Umlage senkt den Beleihungswert. Mehr zu Finanzierungskonditionen auf unserem Anbieter-Vergleich.
Eigentumswohnung finanzieren: Was anders ist als beim Haus
Die Finanzierung einer Eigentumswohnung (ETW) unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der Hausfinanzierung. Der größte Unterschied: Als Wohnungseigentümer bist du Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) — mit allen Rechten und Pflichten, die dazugehören.
Besonderheiten bei der Wohnungsfinanzierung
Hausgeld / WEG-Umlage: Neben der Kreditrate fällt monatlich das Hausgeld an — typisch 2–4 €/m² Wohnfläche. Bei 80 m² sind das 160–320 €/Monat für Verwaltung, Instandhaltung und Rücklagen. Bei der Haushaltsrechnung für die Bankprüfung MUSS das Hausgeld einkalkuliert werden.
Instandhaltungsrücklage prüfen: Vor dem Kauf immer prüfen, wie hoch die Rücklage der WEG ist. Eine niedrige Rücklage bedeutet: Bei nötigen Renovierungen (Dach, Fassade, Aufzug) kommen Sonderumlagen auf dich zu — schnell 5.000–20.000 € unvorhergesehene Kosten.
Teilungserklärung lesen: Die Teilungserklärung regelt, was zur Wohnung gehört (Sondereigentum) und was gemeinsam genutzt wird (Gemeinschaftseigentum). Liegt eine Terrasse, ein Keller oder ein Stellplatz bei? Das beeinflusst den Wert.