Was sind Bereitstellungszinsen?

Bereitstellungszinsen: Was sind sie und wie vermeidest du sie?

Wenn du ein Baudarlehen aufnimmst, aber das Geld noch nicht abrufst (z.B. weil der Bau noch läuft), berechnet die Bank ab einem bestimmten Zeitpunkt Bereitstellungszinsen. Typisch: 0,25 % pro Monat (3 % p.a.) auf das noch nicht abgerufene Kapital.

Wann beginnen Bereitstellungszinsen?

Bereitstellungszinsen: Was sind sie und wie vermeidest du sie?

Je nach Bank beginnen die Bereitstellungszinsen nach 3, 6 oder 12 Monaten. Viele Banken bieten 6 Monate bereitstellungszinsfrei an. Einige Premium-Angebote: 12 Monate zinsfrei. Das klingt wenig, kann aber bei 300.000 € und 0,25 %/Monat über 6 Monate = 4.500 € ausmachen.

Strategien gegen Bereitstellungszinsen

  • Bereitstellungszinsfreie Zeit von mindestens 12 Monaten aushandeln
  • Darlehen in Tranchen abrufen (Bankzustimmung nötig)
  • Bauträgerkäufe: Abruftermine im Kaufvertrag fixieren
  • Bei langen Bauprojekten: Forward-Darlehen erst später vereinbaren
  • Vergleichen: Nicht alle Banken sind gleich großzügig

Im Anbietervergleich berücksichtigen

Bereitstellungszinsen werden oft im Kleingedruckten versteckt. Beim Anbietervergleichimmer explizit nach der bereitstellungszinsfreien Zeit fragen. Mehr zu den Nebenkosten beim Hauskauf.

Häufige Fragen und praktische Tipps

Unsere Leser stellen uns regelmäßig folgende Fragen zu diesem Thema. Hier die wichtigsten Antworten kompakt:

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Was sind Bereitstellungszinsen genau?

Wenn eine Bank ein Darlehen zusagt, aber du es noch nicht abrufst (typisch beim Neubau, wenn Gewerke nach und nach bezahlt werden), erhebt die Bank Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Betrag. Der Standardsatz liegt bei 0,25 % pro Monat (= 3 % p. a.).

Bei einem 300.000 € Neubauprojekt, das sich 9 Monate hinzieht und nach 3 bereitstellungszinsfreien Monaten startet: 6 Monate × 0,25 % × Ø 200.000 € noch nicht abgerufen = ca. 3.000 € Bereitstellungszinsen. Ein signifikanter Kostenfaktor.

So minimierst du Bereitstellungszinsen

MaßnahmeEinsparungAufwand
Längere bereitstellungsfreie Phase verhandeln (6–12 statt 3 Mon.)HochBeim Abschluss
Bauablauf straff planen — Abruf so früh wie möglichMittelLaufend
Teilabruf des Darlehens früher planenMittelLaufend
Anbieter vergleichen (manche haben längere bereitstellungsfreie Phase)Mittel-hochBeim Abschluss

Bereitstellungszinsen bei Bestandsimmobilien

Beim Kauf einer Bestandsimmobilie gibt es normalerweise keine Bereitstellungszinsen — das Darlehen wird vollständig beim Notartermin abgerufen. Probleme entstehen nur wenn der Übergang deutlich verzögert wird (z. B. durch Streit über Mängel). In diesem Fall: notfalls Zwischenfinanzierung oder Rücktritt prüfen.

Verhandlungstipp: Viele Banken bieten auf Nachfrage eine bereitstellungszinsfreie Phase von 6 Monaten statt der Standard-3-Monate — besonders Vermittler haben hier Spielraum. Frage explizit danach.

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Bereitstellungszinsen: So vermeidest du unnötige Kosten

Bereitstellungszinsen fallen an, wenn du das zugesagte Darlehen nicht innerhalb der vereinbarten bereitstellungsfreien Zeit abrufst. Typisch: 0,25 % pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Betrag. Bei verzögerten Bauvorhaben summiert sich das schnell.

Bereitstellungsfreie ZeitKosten bei 3 Monaten Verzug (200.000 €)Kosten bei 6 Monaten
3 Monate (Standard)1.500 € (3 × 0,25 %)4.500 €
6 Monate (besser)0 €1.500 € (1 Monat × 0,25 %)
12 Monate (optimal)0 €0 €
  1. Längere bereitstellungsfreie Zeit verhandeln: Viele Banken bieten 6–12 Monate auf Anfrage — oft kostenfrei oder gegen kleinen Aufschlag
  2. Realistischen Bauzeiplan aufstellen: Puffer für Verzögerungen (Gewerk-Engpässe, Behörden) einplanen
  3. Teilabrufe nutzen: Gewerk-weise Abruf statt Einmalabruf minimiert Bereitstellungszinsen
  4. Fertigstellung beschleunigen: Bei drohenden Bereitstellungszinsen: Schnelleres Vorgehen mit Generalunternehmer prüfen
Rechenbeispiel: Neubau mit 6 Monaten Verzug, 200.000 € nicht abgerufen, 3 Monate bereitstellungsfrei vereinbart: 200.000 × 0,25 % × 3 = 1.500 € Bereitstellungszinsen. Diese Kosten entfallen, wenn du 6 Monate bereitstellungsfrei vereinbarst.