Zeitplan: Wann was erledigen

- 36 Monate vor Ablauf: Restschuld berechnen, Markt beobachten
- 24 Monate vor Ablauf: Forward-Darlehen prüfen wenn Zinsen niedrig
- 12 Monate vor Ablauf: Erste Angebote einholen
- 6 Monate vor Ablauf: Entscheidung treffen (Darlehen für Kauf, Bau oder Modernisierung einer Immobilie. Typisch: 100.000 – 500.000 €.">Baufinanzierung bei der gleichen Bank nach Ablauf der Zinsbindung.">Prolongation oder Anschlussfinanzierung – oft günstiger als Prolongation.">Umschuldung)
- 3 Monate vor Ablauf: Vertrag abschließen, Unterlagen einreichen
- 1 Monat vor Ablauf: Abwicklung sicherstellen
Unterlagen bereitstellen

- Aktuelle Gehaltsabrechnungen (3 Monate)
- Bestehender Kreditvertrag mit Restschuld-Nachweis
- Grundbuchauszug (max. 3 Monate alt)
- Gebäudeversicherungsnachweis
Konditionen prüfen
- Nebenkosten. Immer niedriger als der Effektivzins.">Sollzins plus alle Nebenkosten. Immer zum Vergleichen nutzen.">Effektivzins bei allen Angeboten vergleichen
- Sondertilgungsrecht vereinbaren (min. 5 %, besser 10 %)
- Neue Tilgung festlegen (je nach Einkommenssituation)
- Zinssatz festgeschrieben ist. Typisch: 5, 10, 15 oder 20 Jahre.">Zinsbindung: 10, 15 oder 20 Jahre?
- Forward-Aufschlag einkalkulieren wenn nötig
Nutze unseren Rechner für alle Berechnungen und vergleiche danach die besten Anbieter.
Typischer Fehler: Zu spät anfangen
Wir sehen es immer wieder: Eigentümer warten bis 2–3 Monate vor Ablauf der Zinsbindung und nehmen dann das erste Angebot an. Das ist teuer. Wer 12–18 Monate früher startet, hat Zeit zu vergleichen, zu verhandeln — und spart typisch 5.000–15.000 €.
Anschlussfinanzierung: Schritt-für-Schritt Checkliste
| Zeitpunkt | Aufgabe | Warum wichtig |
|---|---|---|
| 18 Monate vorher | Restschuld ermitteln, Marktlage prüfen | Frühzeitig informiert sein |
| 15 Monate vorher | Vergleichsangebote einholen | Optimale Konditionssuche |
| 12 Monate vorher | Forward-Darlehen prüfen (bei steigenden Zinsen) | Zinssicherung möglich |
| 6 Monate vorher | Entscheidung Prolongation vs. Umschuldung | Genug Zeit für Abwicklung |
| 3 Monate vorher | Kündigung alte Bank (falls Umschuldung) | Gesetzliche Kündigungsfrist |
| Bei Ablauf | Neue Zinsrate läuft an | Keine Lücke im Vertrag |
Unterlagen für die Anschlussfinanzierung
- Letzte 3 Gehaltsabrechnungen
- Aktueller Steuerbescheid
- Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
- Aktueller Darlehenskontoauszug mit Restschuld
- Bei Vermietung: Mietvertrag + Mietnachweis der letzten 3 Monate
Häufige Fehler bei der Anschlussfinanzierung
1. Zu spät anfangen — weniger als 3 Monate Vorlauf = kaum Verhandlungsmacht.
2. Nur bei der Hausbank anfragen — oft 0,2–0,4 % über Marktzins.
3. Falscher Zinsbindungszeitraum — bei aktuellen Zinsen 15–20 Jahre wählen.
4. Keine Sondertilgung vor Ablauf — verpasste Chance, Restschuld zu senken.
Mehr Details zum Vergleich in unserem Ratgeber: Prolongation vs. Umschuldung.
Schritt-für-Schritt: Anschlussfinanzierung richtig planen
18 Monate vor Ablauf: Zinsentwicklung beobachten, Forward-Darlehen prüfen. Bei steigenden Zinsen lohnt sich das Sichern jetzt — Forward-Aufschlag ist günstiger als Zinssteigerungen.
12 Monate vor Ablauf: Angebote einholen. Nicht nur beim bisherigen Anbieter — Wettbewerb schafft bessere Konditionen. Interhyp oder Dr. Klein vergleichen 400+ Banken.
6 Monate vor Ablauf: Entscheidung treffen — Prolongation bei bestehender Bank (einfach, aber oft teurer) oder Umschuldung (günstiger, aber Aufwand). Restschuld und neue Rate berechnen.
3 Monate vor Ablauf: Vertrag unterschreiben. Unterlagen einreichen: aktuelle Gehaltsnachweise, Kontoauszüge, ggf. neuer Grundbuchauszug.
Vergleiche jetzt: Anschlussfinanzierung berechnen | Forward-Darlehen vergleichen