Was sind Darlehen berechnet. Meist ab 3–6 Monaten.">Bereitstellungszinsen?

Wenn du ein Darlehen genehmigt bekommst, aber nicht sofort vollständig abrufst (z.B. beim Neubau), berechnet die Bank ab einem bestimmten Zeitpunkt Bereitstellungszinsen auf den noch nicht abgerufenen Betrag. Typisch: 0,25 % pro Monat (= 3 % p.a.) auf das nicht abgerufene Kapital.
Wann entstehen sie?

- Nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit (meist 3–6 Monate)
- Für jeden nicht abgerufenen Euro des Darlehens
- Besonders kritisch beim Neubau mit langen Bauzeiten
Rechenbeispiel
Darlehen 300.000 €, nach 6 Monaten bereitstellungszinsfrei. Bauzeit 18 Monate, nach 6 Monaten sind erst 150.000 € abgerufen. Bereitstellungszins: 150.000 € × 3 % / 12 × 12 Monate = 4.500 € extra Kosten.
So vermeidest du Bereitstellungszinsen
- Verhandele lange bereitstellungszinsfreie Zeiten (12–18 Monate)
- Plane Baubeginn kurz nach Darlehensbereitstellung
- Darlehen möglichst gleichmäßig mit Baufortschritt abrufen
- Teilabruf-Möglichkeiten nutzen
- Vergleiche: Manche Banken haben bessere Konditionen
Beim Anbietervergleich immer nach bereitstellungszinsfreier Zeit fragen. Mehr zum Baufinanzierungsablauf erklärt unser Ratgeber.
Typischer Fehler: Zu spät anfangen
Wir sehen es immer wieder: Eigentümer warten bis 2–3 Monate vor Ablauf der Zinssatz festgeschrieben ist. Typisch: 5, 10, 15 oder 20 Jahre.">Zinsbindung und nehmen dann das erste Angebot an. Das ist teuer. Wer 12–18 Monate früher startet, hat Zeit zu vergleichen, zu verhandeln — und spart typisch 5.000–15.000 €.
Bereitstellungszinsen: Was du wirklich bezahlst
Bereitstellungszinsen fallen an, wenn das zugesagte Darlehen nicht innerhalb der vereinbarten Frist abgerufen wird. Die Bank "reserviert" das Geld und berechnet dafür Zinsen — auch wenn du es noch nicht brauchst.
| Merkmal | Typische Konditionen |
|---|---|
| Höhe | 0,25 % pro Monat = 3 % p.a. |
| Bereitstellungsfreie Zeit | 3–12 Monate (je nach Bank) |
| Berechnet auf | Noch nicht abgerufenen Darlehensbetrag |
| Relevanz bei | Neubau, langen Bauzeiten, verzögertem Einzug |
Bereitstellungszinsen minimieren
- Lange bereitstellungsfreie Zeit verhandeln: Manche Banken bieten 12 Monate kostenlos
- Stufenweiser Abruf: Nur so viel abrufen, wie aktuell benötigt wird
- Timing abstimmen: Baubeginn und Finanzierungsstart koordinieren
- Vergleich berücksichtigen: Nicht nur Zins, sondern auch bereitstellungsfreie Zeit vergleichen
Bereitstellungszinsen im Kreditvergleich berücksichtigen
Beim Vergleich von Baufinanzierungsangeboten achten viele nur auf den Zinssatz — vergessen dabei aber die Bereitstellungskonditionen. Ein Angebot mit 3,4% Zinssatz und nur 3 Monaten bereitstellungsfrei ist teurer als eines mit 3,5% und 12 Monaten frei, wenn die Bauzeit lang ist.
Rechenbeispiel: 300.000 € Neubau, 9 Monate Bauzeit, 6 Monate bereitstellungsfrei: 3 Monate × 0,25% × 300.000 € = 2.250 € Bereitstellungszinsen extra.
Bereitstellungszinsen 2026: Wann sie anfallen und was sie kosten
Bereitstellungszinsen sind Kosten, die entstehen, wenn du ein zugesagtes Darlehen nicht innerhalb der vereinbarten Frist abrufst. Die Bank hat das Geld für dich reserviert und verlangt für das Vorhalten eine Gebühr.
Typische Konditionen 2026: 0,25 % pro Monat (= 3 % p.a.) auf den nicht abgerufenen Betrag. Die bereitstellungsfreie Zeit (kostenfrei) beträgt meist 3–6 Monate ab Darlehenszusage.
| Nicht abgerufener Betrag | Kosten nach 3 Monaten Verzug | Nach 6 Monaten |
|---|---|---|
| 100.000 € | 750 € | 2.250 € |
| 200.000 € | 1.500 € | 4.500 € |
| 300.000 € | 2.250 € | 6.750 € |
Diese Kosten treffen besonders Neubaufinanzierer, da Bauvorhaben regelmäßig in Verzug geraten. Die beste Schutzmaßnahme: 12 Monate bereitstellungsfreie Zeit verhandeln — viele Banken bieten das an, wenn man danach fragt.