Was ist ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag kombiniert Sparen und Darlehenszusage: Du sparst eine bestimmte Summe an (Mindestguthaben meist 40–50 % der Bausparsumme), danach erhältst du ein Baudarlehen zu garantiert festgeschriebenem Zinssatz.
Wann lohnt sich Bausparen?

- Wenn du noch 5–10 Jahre bis zum Kauf hast
- Wenn du niedrige Zinsen für die Zukunft sichern willst
- Wenn du die staatliche Wohnungsbauprämie (Einkommen unter 35.000 € / 70.000 €) oder Arbeitnehmersparzulage nutzen kannst
- Als Ergänzung zur Darlehen für Kauf, Bau oder Modernisierung einer Immobilie. Typisch: 100.000 – 500.000 €.">Baufinanzierung (Bauspardarlehen für Restbetrag)
Wann lohnt er sich NICHT?
- Wenn du in 1–2 Jahren kaufen willst (Mindestansparzeit nicht erreicht)
- Wenn der Darlehenszins im Bausparvertrag höher ist als aktuelle Marktkonditionen
- Wenn das Kapital in ETFs deutlich mehr Rendite bringt
Die staatliche Förderung nutzen
Wohnungsbauprämie: 10 % auf max. 700 €/Jahr (Alleinstehende) = max. 70 € pro Jahr. Arbeitnehmersparzulage: 9 % auf max. 470 € VL = max. 43 € pro Jahr. Nicht üppig, aber immerhin.
Vergleiche Bausparvertrag und direkte Baufinanzierung mit unserem Rechner.
Erfahrung: Eigenkapital ist der unterschätzte Hebel
In der Praxis sehen wir oft: Wer die letzten 12 Monate gezielt spart und noch einmal 10.000–20.000 € Eigenkapital zusammenbekommt, spart durch die bessere Beleihungsklasse manchmal mehr als durch das EK selbst — nämlich 0,1–0,2 % weniger Zins über 10 Jahre.
Aktuelle Bausparvertrag-Konditionen vergleichst du auf Bausparen.one. Wie Bausparen als Eigenkapital funktioniert, erklärt Kapitalanlage.one und ImmobilienErfahrung.de.
Bausparvertrag als Eigenkapital: Was zählt wirklich?
Ein Bausparvertrag kann in der Baufinanzierung auf zwei Arten eingesetzt werden — und beide haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Eigenkapital.
| Einsatz | EK-Effekt | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Angesparte Summe als EK | Voll als EK anrechenbar | BSV noch nicht zuteilungsreif |
| Zuteilungsreifer BSV als Darlehen | BSV-Darlehen = Fremdkapital | Wenn BSV-Zins günstiger als Bankzins |
| KfW + BSV kombiniert | Optimaler Mix | Energieffizienthäuser, Neubau |
Staatliche Förderung für Bausparer
- Wohnungsbauprämie: 10 % auf max. 700 €/Jahr (Alleinstehende), 1.400 €/Jahr (Verheiratete) = max. 140 €/Jahr
- Arbeitnehmer-Sparzulage: 9 % auf vermögenswirksame Leistungen ins BSV (max. 470 €/Jahr) = max. 43 €/Jahr
- Riester-BSV möglich: Kombination aus Riester-Zulagen + BSV-Vorteilen
Berechne deinen Eigenkapitalbedarf: Eigenkapitalrechner
Bausparvertrag als Eigenkapital: Was zählt wirklich?
Der Bausparvertrag gilt als Klassiker für den Eigenkapitalaufbau — aber nicht jeder Vertrag wird von Banken gleich angerechnet. Hier sind die wichtigsten Unterscheidungen.
| Status des Bausparvertrags | Anrechnung als Eigenkapital | Besonderheit |
|---|---|---|
| Zuteilungsreif + voll bespart | 100 % (Guthaben + Darlehensanspruch) | Beste Option — direkt verwertbar |
| Nicht zuteilungsreif, hohes Guthaben | 70–90 % des Guthabens | Darlehensanspruch nicht anrechenbar |
| Junger Vertrag, wenig angespart | Nur vorhandenes Guthaben | Kein zukünftiges Guthaben zählt |
| Mit Wohnriester bespart | Eingeschränkt (Entnahme nur für Eigennutzung) | Förderung bleibt erhalten bei Eigennutz |
Für den Eigenkapitalaufbau gilt: Je früher du mit dem Bausparvertrag beginnst, desto höher ist das Guthaben zum Zeitpunkt des Immobilienkaufs. Mit 30 Jahren Laufzeit und 100 €/Monat erreichst du rund 50.000 € angespartes Guthaben — ein substanzieller Eigenkapitalbeitrag.