Wer in Sachsen eine Immobilie kaufen möchte, steht vor regionalen Besonderheiten: Die Grunderwerbsteuer beträgt 3,5 %, es gibt spezifische Landesförderungen und regionale Preisniveaus, die die Finanzierungsplanung beeinflussen.

Grunderwerbsteuer Sachsen: 3,5 %

Die Grunderwerbsteuer ist in Sachsen auf 3,5 % festgelegt. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € fallen damit 10,500 € Grunderwerbsteuer an — bei 400.000 € sind es 14,000 €.

KaufpreisGrESt (3,5 %)Notar/GB (ca. 2 %)Gesamte Nebenkosten
200.000 €7,000 €4.000 €ca. 11,000 €
300.000 €10,500 €6.000 €ca. 16,500 €
400.000 €14,000 €8.000 €ca. 22,000 €
500.000 €17,500 €10.000 €ca. 27,500 €

Immobilienpreise in Sachsen 2026

Die Kaufpreise in Sachsen variieren je nach Region erheblich. Günstigste GrESt zusammen mit Bayern, niedrige Kaufpreise. Typische Kaufpreisspannen für Einfamilienhäuser: 150.000–320.000 €.

Für die Baufinanzierung in Sachsen bedeutet das: Bei einem Kaufpreis von 350.000 € und 20 % Eigenkapital (70.000 €) plus Nebenkosten (~19,250 €) benötigst du mindestens 89,250 € Eigenkapital für eine vollständige Erstfinanzierung.

Eigenkapital und Finanzierungsbedarf in Sachsen

Rechenbeispiel Sachsen: Kaufpreis 300.000 €, GrESt 3,5 % = 10,500 €, Notar/Grundbuch ca. 6.000 € → Gesamtbedarf ca. 316,500 €. Mit 20 % EK auf den Kaufpreis (60.000 €) deckst du nur den EK-Anteil — Nebenkosten kommen on top!

Landesförderung Sachsen: SAB Sachsen

Neben den bundesweiten KfW-Programmen bietet Sachsen eigene Förderungen durch die SAB Sachsen an. Diese umfassen oft zinsgünstige Zusatzdarlehen, Zuschüsse für Familien oder Erstकäufer sowie Sonderprogramme für energetische Sanierung.

  • Zinsgünstige Landesförderdarlehen (oft 0,5–1 % unter Markt)
  • Familienprogramme für Haushalte mit Kindern
  • Kombination mit KfW-Programmen möglich
  • Antragstellung über Hausbank (nicht direkt beim Förderinstitut)

Tipps für die Baufinanzierung in Sachsen

  1. Früh vergleichen: Nutze Vermittler (Interhyp, Dr. Klein) für Zugang zu 400+ Banken
  2. Landesförderung prüfen: SAB Sachsen vor Antrag bei der Hausbank kontaktieren
  3. Nebenkosten vollständig einplanen: GrESt 3,5 % + Notar ~2 % = ~5.5 % des Kaufpreises
  4. KfW kombinieren: Programm 300 oder 261 zusätzlich zur Landesförderung beantragen
  5. Regionale Preise kennen: Dresden als Teuerungsregion, Umland deutlich günstiger

Berechne deine persönliche Rate für Sachsen: Baufinanzierungsrechner | Eigenkapitalrechner

Tipps für die Baufinanzierung in Sachsen

Sachsen bietet attraktive Immobilienpreise — Dresden und Leipzig sind Wachstumszentren. Die SAB fördert energetische Sanierung besonders stark.

Für die optimale Baufinanzierung in Sachsen empfehlen wir: Zuerst die bundesweiten KfW-Programme prüfen (KfW 124, KfW 261/297/300), dann die Landesförderung der SAB anfragen. Eine Kombination aus Bundes- und Landesförderung ist in der Regel möglich und kann die Gesamtfinanzierungskosten erheblich senken.

Schritt-für-Schritt: Baufinanzierung in Sachsen abschließen

  1. Eigenkapital prüfen: Mindestens 20 % des Kaufpreises + Nebenkosten (5,5 % GrESt + ~2 % Notar)
  2. KfW-Förderung beantragen: Vor dem Hauptdarlehen — Förderung muss vor Kauf beantragt sein!
  3. Landesförderung prüfen: SAB — oft zinsgünstige Ergänzungsdarlehen für Familien
  4. Vergleich über Vermittler: Interhyp, Dr. Klein oder Baufi24 vergleichen regionale Banken + bundesweite Direktbanken
  5. Hausbank-Angebot einholen: Als Vergleichsangebot — oft teurer, aber manchmal mit regionalen Vorteilen
Rechenbeispiel Sachsen: Bei 350.000 € Kaufpreis fallen 5,5 % GrESt = 19.250 € an, plus ca. 7.000 € Notarkosten/Grundbuch. Plane mindestens 20–25 % Eigenkapital ein, damit der Beleihungsauslauf unter 80 % bleibt und du die besten Zinsen erhältst.